DIVERSITY

in der Stadtverwaltung

Wir* fordern Diversity Management in der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung soll geeignete Maßnahmen ergreifen, um ein Diversity Management einzurichten, welches der Herstellung von Chancengleichheit und Hebung von Potentialen auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 dient und unsere Stadtverwaltung als moderne Arbeitgeberin und Auftraggeberin mit Vorbildwirkung in der Stadtgesellschaft etabliert. Dafür bieten wir* unsere Expertise und Erfahrungen an.

Geeignete Maßnahmen können sein:

  • Einrichtung einer Stelle für Diversity Management, vielleicht auch in Verbindung mit oder durch Bündelung der Kräfte der Gleichstellungs-, Frauen-, Migrations- und Behindertenbeauftragten
  • Veranstaltungen wie Vorträge, Trainings und Workshops
  • Neues Bewerber*innen-Assessment hin zu mehr interkultureller Kompetenz und Sensibilität im Kontakt mit den Einwohner*innen und der realitätsnahen Abbildung der Bevölkerung der Stadt Chemnitz
  • Etablierung klarer Werte und Richtlinien, welche sich in Kommunikation und Handeln der Stadt widerspiegeln
  • Zukünftige Förderung von Teamzusammensetzungen für mehr Heterogenität
  • Nutzung digitaler Mittel in- und außerhalb der Stadtverwaltung für Vernetzung
  • Zurateziehen der Erfahrungen der Partnerstädte mit bestehendem Diversity Management Konzepten, wie z.B. unserer Partnerstadt Düsseldorf


Begründung:

Diversity Management, oder auch Vielfaltsmanagement, toleriert nicht nur die individuelle Verschiedenheit der Mitarbeiter*innen und könnte diese im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervor heben. Es versucht, sie für den Unternehmenserfolg bzw. den Erfolg der Verwaltung nutzbar zu machen, dabei aber auch die Privatsphäre zu wahren. Desweiteren zielt sie in Verwaltungen auf die Herstellung von Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit für Menschen verschiedener Geschlechter, Ethnien, Altersgruppen, Behinderungen, sexueller Orientierungen und Religionen ab.

Vorteile von Diversity Management für die Chemnitzer Stadtverwaltung können sein:

  • steigert Akzeptanz des Verwaltungshandelns und verbessert Kommunikation: Migrant*innen bringen beispielsweise wertvolle Sprachkenntnisse mit, um bestimmte Bevölkerungsgruppen der Stadt oder auch Tourist*innen anzusprechen; 
  • hilft bei der internationalen Vernetzung: Mitarbeiter*innen aus verschiedenen Herkunftsländern oder mit Migrationshintergrund haben auch ein tieferes Verständnis anderer Kulturen und Verhaltensweisen; 
  • verbessert das Image: Die Öffentlichkeit honoriert Unternehmen und Verwaltungen, die sich offen und pluralistisch darstellen; 
  • erleichtert das Anwerben von geeigneten Beschäftigten: Unternehmen und Verwaltungen, die Vielfalt schätzen und feiern, können sich als beliebte Arbeitgeber*innen positionieren; 
  • bindet Beschäftigte an die Verwaltung: eine geringere Fluktuationsrate gilt als erwiesen, weil Beschäftigte sich verstanden und ‚zu Hause‘ fühlen; 
  • nutzt vorhandene Potenziale der Belegschaft: verringert Reibungsverluste zwischen heterogenen Mitarbeiter*innengruppen, verbessert den Informationsaustausch und steigert damit die Leistung;
  • senkt Risiken: Schadensersatzklagen in Verbindung mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sind weniger wahrscheinlich;
  • bereitet auf die Kulturhauptstadt und eventuelle Folgen vor: Je heterogener die Verwaltung aufgestellt ist, desto geweiteter ist auch ihr Blick für die Bedürfnisse verschiedenster Bevölkerungsgruppen, auch im Hinblick auf Zuzug, Tourismus und Kulturvermittlung

* Die Erstunterzeichner*Innen

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