Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Christopher Street Day,
liebe Organisatorinnen und Organisatoren, liebe Engagierte in unserer Stadt,
der CSD ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie eine Stadtgesellschaft miteinander umgehen kann: offen, respektvoll und solidarisch. Auch in Chemnitz ist er Bestandteil des öffentlichen Lebens und zeigt, dass Vielfalt unsere Stadt prägt.
Unsere Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Überzeugungen, ihre Lebensentwürfe und ihre Identität frei entfalten und sichtbar machen können. Die Würde jedes einzelnen Menschen ist dabei nicht verhandelbar. Respekt, Offenheit und ein friedliches Miteinander sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie müssen immer wieder gelebt und neu verteidigt werden, auch hier bei uns in Chemnitz.
Mein Dank gilt den vielen Menschen aus der Zivilgesellschaft, die sich täglich für ein diskriminierungsfreies und respektvolles Zusammenleben in unserer Stadt einsetzen. Vereine, Initiativen, Verbände und Ehrenamtliche tragen dazu bei, dass unsere Stadtgesellschaft zusammenhält. Dieses Engagement ist unverzichtbar und verdient unser aller Anerkennung und Unterstützung.
Gerade das Jahr als Kulturhauptstadt Europas 2025 hat gezeigt, was möglich ist, wenn Menschen mit unterschiedlichen Ideen, Perspektiven und Fähigkeiten gemeinsam Verantwortung übernehmen. Chemnitz hat erlebt, wie aus Begegnung, Kreativität und Zusammenarbeit etwas Neues entstehen kann. Dieser Geist des Miteinanders ist ein wichtiger Impuls für unsere Stadt.
Diesen Weg wollen wir weitergehen: So, dass Chemnitz sich als offene, moderne und zukunftsorientierte Großstadt weiterentwickelt. Eine Stadt, die Vielfalt nicht als Herausforderung begreift, sondern als Stärke und als Grundlage für eine lebenswerte Zukunft. Eine Stadt, in der die Menschen sich wohlfühlen.
Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern des Christopher Street Day einen friedlichen und fröhlichen Tag mit guten Begegnungen. Vielen Dank an alle, die diesen Tag möglich machen und unsere Stadt jeden Tag ein Stück offener werden lässt.
Herzliche Grüße
Liebe Chemnitzerinnen und Chemnitzer,
liebe Gäste,
liebe queere Community,
Freiheit zeigt sich nicht erst in großen politischen Entscheidungen. Sie zeigt sich im Alltag – in der Selbstverständlichkeit, man selbst sein zu dürfen. Sie zeigt sich darin, wen wir lieben, wie wir leben und wie wir unsere Identität ausdrücken. Und sie zeigt sich daran, ob wir dies ohne Angst vor Ausgrenzung, Diskriminierung oder Gewalt tun können.
Der Christopher Street Day hat seinen Ursprung im Protest gegen Ungleichbehandlung und Diskriminierung. Er erinnert daran, dass viele der Rechte und Freiheiten, die heute selbstverständlich erscheinen, mutig erkämpft wurden. Zugleich macht er deutlich, dass Gleichstellung kein Selbstläufer ist. Sie lebt von Menschen, die Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und sich für die Rechte anderer einsetzen – auch dann, wenn sie selbst nicht unmittelbar betroffen sind.
In den vergangenen Jahren wurde viel erreicht. Gleichzeitig erleben wir aktuell, dass gesellschaftliche Debatten zunehmend polarisiert geführt werden und die Rechte queerer Menschen national wie international wieder stärker infrage gestellt werden. Errungenschaften, die lange selbstverständlich schienen, müssen heute vielerorts erneut erklärt und verteidigt werden.
Als Gleichstellungsbeauftragte begegne ich vielen Menschen, die sich mit großem Engagement für Chancengleichheit, gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Zusammenleben einsetzen. Dieses Engagement verdient Anerkennung. Denn eine demokratische Gesellschaft beweist ihre Stärke nicht dadurch, dass alle gleich sind. Sie beweist sie dadurch, dass jeder Mensch die Freiheit hat, verschieden zu sein – und dabei die gleichen Rechte, den gleichen Respekt und die gleichen Chancen erfährt.
Mein herzlicher Dank gilt all jenen, die sich täglich für diese Werte einsetzen – ebenso wie den Organisatorinnen und Organisatoren, den zahlreichen Ehrenamtlichen sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die den Christopher Street Day möglich machen. Mit ihrem Engagement schaffen sie Räume für Sichtbarkeit, Begegnung und Zusammenhalt und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unsere Stadtgesellschaft.
Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern einen fröhlichen, friedlichen und inspirierenden Christopher Street Day, viele bereichernde Begegnungen und den Mut, sich auch über diesen Tag hinaus für eine Gesellschaft einzusetzen, in der jeder Mensch frei, selbstbestimmt und ohne Angst leben kann.
Bunte Demonstration durch die Chemnitzer Innenstadt.
Treffpunkt: Rosa-Luxemburg-Schule auf dem Brühl
Grußwort des Schirmherren Oberbürgermeister Sven Schulze
Seit 2023 ist MKSM Deutschlands meistgebuchter CSD-Act. DEEZER bezeichnete den Songwriter als einen der interessantesten Newcomer*innen in Deutschland und auch ARD, rbb und hr berichteten über den Sänger.
Nach Performances im ZDF, bei DLF Kultur sowie in der Hamburgischen Staatsoper und im Theater des Westens geht der Künstler 2026 auf seine bisher größte Pride-Tour und spielt außerdem Headliner-Shows in Berlin und Frankfurt.
Am 19. Juni veröffentlicht er seine erste deutschsprachige EP – ein Safe Space im Pop-Gewand. Seit 2025 ist MKSM erster Botschafter der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe – und vor wenigen Wochen wurde der Spätaussiedler vom Berliner Senat für sein Engagement ausgezeichnet.
MaLou bringt Leidenschaft, Energie und starke Bühnenpräsenz nach Chemnitz. Ihre Songs sind textgetragen, direkt und politisch – Worte, die nicht ausweichen, sondern benennen, was gesagt werden muss.
Musik begleitet die junge Künstlerin schon fast ihr ganzes Leben: Mit vier Jahren begann sie, Klavier zu spielen; und Texte schreibt sie, seit sie mit Buchstaben befreundet ist. Für MaLou ist Musik mehr als nur Töne – sie ist ihre Art, die Welt zu verstehen und Gefühle greifbar zu machen.
Freut Euch auf einen Auftritt voller Herz, Intensität und echter Nähe – ehrlich, kraftvoll und mit Momenten, die in Erinnerung bleiben.
Anny steht für modernen Queer Pop, der stimmliche Präsenz mit wichtigen Themen wie Identität und Empowerment verbindet – eine Kombination, die nach dem Sieg bei The Voice of Germany 2022 eine enorme Reichweite in der Community erzielt hat.
Anny bringt weitreichende Live-Erfahrung mit: Zuletzt als Support-Act auf der Europa-Tour von Now Ex sowie bei diversen Pride-Events, darunter CSD Köln, Pride Bonn und die Winter Pride Düsseldorf. Mit der aktuellen Debüt-EP im Gepäck bietet Anny eine hochenergetische Show, die genau die richtige Mischung aus Power und Tiefgang mitbringt, um das Publikum mitzureißen.
Liebste Queers und Allies, wir organisieren dieses Jahr wieder die offizielle CSD Aftershowparty in Chemnitz. Unter dem Motto „fairytopia“ wollen wir mit euch gemeinsam feiern und den Demo-Tag voller Queer Joy, Glitzer und guter Vibes ausklingen lassen. Los geht’s ab 18 Uhr! Freut euch auf viele Specials, eine mitreißende Drag Show, Karaoke, Tombola, zwei Floors, einen Foodtruck im Hof und natürlich jede Menge fantastische Menschen.
Ein besonderes Highlight ist die Live-Show von Gigolo Tears ab 0 Uhr im Club. Außerdem bringt uns die Drag-DJ-Ikone Lara Liqueur gemeinsam mit weiteren großartigen DJs zum Tanzen. Das komplette Line-up folgt schon bald. Wir freuen uns riesig auf euch. Bringt eure Friends, Family und Lieblingsmenschen mit, das wird eine magische Nacht. Der Eintritt ist frei. Denkt bitte an euren Ausweis, denn wir feiern eine P18-Party!
Am 29.06. ist ja auch wieder EM-Spiel & zwar Deutschland – Dänemark, 21:00 Uhr. Leider sind Fußballkultur, Stadien, Fankurve und so vieles mehr, was mit Fußball zu tun hat, kein sicherer Ort für queere Menschen. Das wollen wir nicht hinnehmen, erst recht nicht am CSD in Chemnitz. Das Motto der diesjährigen EM lautet „FootbALL, welcome ALL“ und genau deswegen wollen wir an dem Tag ein Angebot für all die Menschen bieten, die sich sonst vielleicht nicht so wohl beim Public Viewing fühlen und laden zur queeren Watchparty des Deutschlandspiels in unseren Hof ab 21:00 Uhr.
Wir feiern den Saisonabschluss im Atomino und stimmen uns gemeinsam auf den CSD Chemnitz ein.
Am DJ-Pult: Am DJ-Pult: @stoehrlinski @dj.pain.ultra & @m_bochmann b2b @schuggn8
WO: Atomino Chemnitz
Am 28.06. wird’s sportlich, wenn wir das 3. CSD Chemnitz-Bowlingturnier veranstalten. In 5’er-Teams wollen wir herausfinden, welches Team es schafft, das Turnier zu gewinnen.
WO: BOWLING – BAR Chemnitz, Leipziger Str. 193, 09114 Chemnitz
Die DDR aus queerer Perspektive zeigt, wie Staat und Gesellschaft mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt umgingen. Der Vortrag spannt den Bogen von den repressiven 1950er und 1960er Jahren über gescheiterte Emanzipationsversuche bis zu den Fortschritten der 1980er Jahre und beleuchtet dabei Recht, Politik, Medien und Alltagsleben queerer Menschen.
Ants Kiel (*1966) ist Pädagoge, Zeitzeuge und seit den 1980er Jahren in der queeren Community aktiv. Als Mitgründer des BBZ lebensart e.V. und langjähriger Bildungsreferent zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt verbindet er persönliche Erfahrungen aus der DDR mit fundiertem historischem Wissen.
WO: Different People e. V. Chemnitz
Der Name ist immer noch Programm: Quizfragen am FeierAbend lösen – zu Film, Musik, aktuellen Anlässen, Kulinarik und vielem mehr! In konkurrierenden Teams stellen sich die Teilnehmenden den Fragen unserer QuizMiss. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt und am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten!
Anmeldung für einen sicheren Platz mit eurem Team per Mail an odc-booking[@]fritzculinar.de
WO: Oberdeck Chemnitz, Am Walkgraben 13, 09119 Chemnitz
WO: Metropol Chemnitz Zwickauer Str. 11, 09112 Chemnitz
Carolin Hristev wurde 1980 im heutigen Chemnitz geboren. Nach Aufenthalten in St. Petersburg und Großbritannien studierte sie Englisch und Russisch und arbeitet heute als Lehrerin an einer Abendschule in Berlin. In ihrem Jugendbuch „Keiner zwischen uns“ treffen wir auf echte Jugendliche mit echten Problemen. Neben all den Verunsicherungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringt, müssen sie auch mit Diskriminierung und Rassismus klarkommen. Alles kein Problem, wenn man einenrichtig guten Freund hat. Doch was, wenn der Blutsbruder plötzlich zum Verräter wird?
Eintritt: frei – auf Wunsch werden Bücher signiert
WO: Stefan-Heym-Platz 1 Café Julius & Bistro im smac, 09111 Zentrum
Clara und Nina stürzen sich in eine rasende Liebesbeziehung. In ihren Chatnachrichten bricht sich Begehren und Verletzlichkeit Bahn, Alltägliches steht neben Existenziellem. Während Nina, die an einer unheilbaren Erkrankung leidet, trotz ihrer begrenzten Lebenszeit um eine Zukunftsperspektive mit Clara ringt, kämpft diese als alleinerziehende Mutter um Selbstbestimmung in einem Alltag aus Kinderpflege, Studium und Lohnarbeit. Wie lässt sich diese Liebe leben – angesichts der begrenzten Zeit, die Nina und Clara bleibt?
Clara Umbach, Jahrgang 1982, hat Freie Kunst in Berlin, Karlsruhe und Hamburg studiert. In ihrem Hamburger Studio Clayramics arbeitet sie vorwiegend mit Keramik und beschäftigt sich anhand wechselnder Medien – Skulptur, Performance, Film, Installation, Text – mit Fragen von Identität, queeren Lebensformen und Beziehungen, oftmals mit autobiografischen Bezügen. Pizza Orlando ist ihr erster Roman.
Eintritt: frei – auf Wunsch werden Bücher signiert
WO: Stefan-Heym-Platz 1 Café & Bistro im smac, 09111 Zentrum
WO: Stefan-Heym-Platz 1 Café & Bistro im smac, 09111 Zentrum
Jedes Jahr verwandeln wir für eine Woche die Stadt in das Herz unserer lokalen LSBTTQIA+-Community. In der Woche vor dem eigentlichen CSD bieten wir Interessierten, gemeinsam mit gleichgesinnten Initiativen und Vereinen, Veranstaltungen und Gespräche mit Menschen aus der LSBTTQIA+-Community.
Damit wir unsere 11-jährige Erfolgsstory fortsetzen können, brauchen wir Unterstützung.